„Multikulturalismus“ als eine anti-aufklärerische Ideologie

„Multikulturalismus“ als eine anti-aufklärerische Ideologie

1. Einleitung
In dieser Arbeit wird gezeigt, inwiefern Multikulturalismus die Rechte der Minderheiten schützten soll, obwohl religiöse „fundamentalistische“ Ideologien nicht im nötigen Maße kritisiert werden können. Hierfür müssen jedoch einige wichtige Themen geklärt werden. Zuerst sollen die Begriffe Kultur und Multikulturalismus erläutert und definiert werden, immer in Zusammenhang mit universellen Menschenrechten, Rechten der Minderheiten als ein Teil der menschlichen Gesellschaft sowie Freiheit und Gleichheit. Danach soll gezeigt werden, welche Staaten, Parteien und Gruppierungen diese Ideologie vertreten oder vertreten können und am Ende untersuchen wir, warum Multikulturalismus für sie überhaupt notwendig oder nicht notwendig ist.
Anzumerken ist an dieser Stelle, dass nicht viel über ein Thema geschrieben werden kann, wenn darüber nicht viel wissenschaftliche Literatur geschrieben wurde. In dieser Situation bin ich gezwungen, meine persönlichen Ideen mit marxistischer Analyse zusammenzuführen und das Thema so zu interpretieren.
Die Frage des Multikulturalismus und Akzeptanz der Kulturen und Ideologien, welche nicht in eine „moderne Gesellschaft“ passen können, ist an sich eine Form des Rückgangs zu barbarischen Gesellschaften. Es ist keine Frage, dass Minderheiten ihren Schutz haben dürfen, sollen, müssen und können, aber wir dürfen nicht vergessen, dass zwischen dem Schutz der Freiheit der Mensch und menschenverachtenden Ideologien eine große Lücke existiert, in der Menschen nicht mit Akzeptanz der barbarischen Ideologien wie Faschismus, Islam, Christentum, Judentum und allgemein Akzeptanz der Religion emanzipiert werden können. Die Aufklärung in unterschiedlichen Gesellschaften ist mit der Kritik der Religion, des Staates, der Herrschaft, Macht, Ungleichheit und jeder Form der Unterdrückung verbunden Deshalb schrieb Marx, dass die Kritik der Religion Voraussetzung aller Kritik ist. (Vgl. Marx. Zur Kritik der hegelschen Rechtsphilosophie, 1843. S 1)
Gleichzeitig muss gesagt werden, dass der Kapitalismus trotz der Entwicklung in der Industrie immer mehr Rückschritte auf kultureller Ebene mit sich bringt, wobei diese Rückschritte keinesfalls neu sind Nach der Stabilisierung des Kapitalismus hat die Bourgeoise gezeigt, dass sie alle Fortschritte beseitigen kann und feudalistische Werte in moderner Form restaurieren kann.
In diesem Essay wird zuerst Kultur definiert, danach Multikulturalismus und mit Fokus auf marxistische Theorien soll gezeigt werde, dass Multikulturalismus mehr Antikulturalismus und anti-aufklärerisch war, ist und sein muss. Die Frage der Minderheiten, Rassismus, Antisemitismus, Isolation der Minderheiten, Assimilation, Akkulturation usw. sind auch direkt oder indirekt mit dem Thema verbunden, aber dieses Essay ist zu knapp, um alle Themen zu bearbeiten. Es wird jedoch zumindest versucht, die Beziehung zwischen Multikulturalismus und der Akzeptanz der barbarischen Ideologien zu zeigen.

2. Kultur
Wolfgang Fritz Haug (2012) interpretierte Kultur mit Bezug auf Marx wie folgt: „»Der Mensch lebt nicht vom Brot allein«. Der Ausspruch verweist auf ein Mehr, vielleicht ein Höheres, auf etwas, das dem bloß Notwendigen abgerungen ist. Wäre dies das Kulturelle? Aber »Kultur ist, wie der Mensch lebt und arbeitet«, konterte der Gewerkschaftsbund. Damit bahnte er den Weg, das mit Hoffnung Besetzte fürs werktägliche Leben einzufordern. Pierre Bourdieu führte vor, dass man »kulturelles Kapital« braucht, um nach Oben zu kommen. Und war nicht »die ökonomisch-politische Machtwelt um uns«, wie Ernst Bloch gesagt hat, »lang so falsch erleuchtet von ›Kultur‹ als der wesenlosen Luxusatmosphäre der Oberschicht«“
Pascal Bruckner (2007) meint zum Multikulturalismus: „Das ist so eine Art, wieder die Apartheid in die Gesellschaft einzuführen: im Namen des guten Willens, im Namen der guten Absichten, wo man letzten Endes einen Teil der Gesellschaft wegen ihres Glaubens und ihrer Herkunft vom Rest der Männer und Frauen abtrennt. Man gewährt ihnen eine scheinbar vorteilhafte Behandlung, die ihnen aber letztlich schadet.“
Marxistische Analysen der Gesellschaft sind in der Geschichte der Menschheit eine der stärksten Analysen in ihrer kritischen Betrachtung. Marx war der Meinung, dass die Kultur, Politik, Moral und Justiz in jeder Gesellschaft Überbau einer bestimmten Produktionsweise sind. „In der gesellschaftlichen Produktion ihres Lebens gehen die Menschen bestimmte, notwendige, von ihrem Willen unabhängige Verhältnisse ein, Produktionsverhältnisse, die einer bestimmten Entwicklungsstufe ihrer materiellen Produktivkräfte entsprechen. Die Gesamtheit dieser Produktionsverhältnisse bildet die ökonomische Struktur der Gesellschaft, die reale Basis, worauf sich ein juristischer und politischer Überbau erhebt und welchem bestimmte gesellschaftliche Bewusstseinsformen entsprechen. Die Produktionsweise des materiellen Lebens bedingt den sozialen, politischen und geistigen Lebensprozess überhaupt. Es ist nicht das Bewusstsein der Menschen, dass ihr Sein, sondern umgekehrt ihr gesellschaftliches Sein, dass ihr Bewusstsein bestimmt. Auf einer gewissen Stufe ihrer Entwicklung geraten die materiellen Produktivkräfte der Gesellschaft in Widerspruch mit den vorhandenen Produktionsverhältnissen oder, was nur ein juristischer Ausdruck dafür ist, mit den Eigentumsverhältnissen, innerhalb deren sie sich bisher bewegt hatten“. (Marx, 1867)
Beim Lesen dieses Zitats von Marx versteht man, dass die marxistische Analyse Kultur als ein Produkt der Produktionsweise und Infrastruktur betrachten. Marx betrachtet aber die Gesellschaft nicht mechanisch, sondern dialektisch, weswegen viele Kritiken, die gegen Marx und Marxismus geschrieben wurden, keine gerechten Kritiken sind. Die Kritik von Positivisten an Marx, wie zum Beispiel die Kritik von Karl Popper “Die offene Gesellschaft und ihre Feinde“, ist keine Kritik an Marxismus, sondern Kritik an einer Karikatur des Marxismus.
Engels (1890) widerruft in einem Brief an Joseph Bloch in Königsberg die Vorwürfe, die von ihrem (Anti Kommunist*innen) Gegner über mechanische Betrachtung gedacht wurde und schrieb:
„Nach materialistischer Geschichtsauffassung ist das in letzter Instanz bestimmende Moment in der Geschichte die Produktion und Reproduktion des wirklichen Lebens. Mehr hat weder Marx noch ich je behauptet. Wenn nun jemand das dahin verdreht, das ökonomische Moment sei das einzig bestimmende, so verwandelt er jenen Satz in eine nichtssagende, abstrakte, absurde Phrase. Die ökono¬mische Lage ist die Basis, aber die verschiedenen Momente des Überbaus – politische Formen des Klassenkampfs und seine Resultate – Verfassungen, nach gewonnener Schlacht durch die siegende Klasse festgestellt usw. – Rechtsformen, und nun gar die Reflexe aller dieser wirklichen Kämpfe im Gehirn der Beteiligten, politische, juristische, philosophische Theorien, religiöse Anschauungen und deren Weiterentwicklung zu Dogmensystemen, üben auch ihre Einwirkung auf den Verlauf der geschichtlichen Kämpfe aus und bestimmen in vielen Fällen vorwiegend deren Form. Es ist eine Wechselwirkung aller dieser Momente, worin schließlich durch alle die un¬endliche Menge von Zufälligkeiten (d. h. von Dingen und Ereignissen, deren innerer Zusammenhang untereinander so entfernt oder so unnachweisbar ist, dass wir ihn als nicht vorhanden betrachten, vernachlässigen können) als Notwendiges die ökonomische Bewegung sich durchsetzt. Sonst wäre die Anwendung der Theorie auf eine beliebige Geschichtsperiode ja leich¬ter als die Lösung einer einfachen Gleichung ersten Grades.“
Die in diesem Essay verwendeten Zitate zeigen, dass Multikulturalist*innen auf eine antidialektische Art argumentieren und die Theoretiker*innen, die diese Ideologie vertreten, entweder Marxismus nicht verstehen oder absolut Antimarxistisch sind.
Engels (ebd.) schrieb weiter: „Wir machen unsere Geschichte selbst, aber erstens unter sehr bestimmten Voraussetzungen und Bedingungen. Darunter sind die ökonomischen die schließlich entscheidenden. Aber auch die politischen usw., ja selbst die in den Köpfen der Menschen spukende Tradition, spielen eine Rolle, wenn auch nicht die entscheidende. Der preußische Staat ist auch durch histori¬sche, in letzter Instanz ökonomische Ursachen entstanden und fortent¬wickelt. Es wird sich aber kaum ohne Pedanterie behaupten lassen, dass unter den vielen Kleinstaaten Norddeutschlands gerade Brandenburg durch ökonomische Notwendigkeit und nicht auch durch andere Momente (vor allen seine Verwickelung, durch den Besitz von Preußen, mit Polen und dadurch mit internationalen politischen Verhältnissen – die ja auch bei der Bildung der österreichischen Hausmacht entscheidend sind) dazu bestimmt war, die Großmacht zu werden, in der sich der ökonomische, sprachliche und seit der Reformation auch religiöse Unterschied des Nordens vom Süden verkör¬perte. Es wird schwerlich gelingen, die Existenz jedes deutschen Klein¬staates der Vergangenheit und Gegenwart oder den Ursprung der hoch¬deutschen Lautverschiebung, die die geographische, durch die Gebirge von den Sudeten bis zum Taunus gebildete Scheidewand zu einem förm¬lichen Riss durch Deutschland erweiterte, ökonomisch zu erklären, ohne sich lächerlich zu machen.“.
2.1. Definition der Kultur nach marxistischer Theorie
Die Kultur nach Marx ist aus ökonomischem Unterbau und Produktionsweise in jeder Gesellschaft entwickelt worden. Wie Marx beschrieben hat ist es die Produktionsweise, die das Bewusstsein bedient. Das Bewusstsein des Menschen materialistisch und marxistisch gesehen kommt nach dem Sein. Es muss Menschen geben, um das Bewusstsein entwickeln zu können und nicht umgekehrt. Auf dieser Ebene und auf diese Art können wir verstehen, wie wir Kultur marxistisch darstellen können.
Die Analysen über Kultur sind sehr unterschiedlich und auch unter Marxist*innen gibt es zuweilen starke Diskussionen. Hier können wir nicht alle diese Analysen importieren oder vergleichen, aber wie ich am Anfang geschrieben habe, darf man nicht Marx‘ komplexe Analyse über den dialektischen Zusammenhang zwischen Überbau und Unterbau und ihre Einflüsse auf einander vereinfachen und Marxismus dynamisch interpretieren.

3. Multikulturalismus
Multikulturalismus ist ein neuer Begriff, der seit den 1980er Jahren bis heute immer wieder verwendet wird. Es gibt unterschiedliche Vorstellungen von Multikulturalismus, die jedoch alle annahmen, dass die Menschen nicht mehr nach Wahrheit suchen müssen, weil keine einzelne, sondern unterschiedliche Wahrheiten existierten (Vgl. kW. INKRIT 2012. 8/1. S 364).
Bevor ich diesen Begriff kläre, möchte ich einige wichtigen Punkte ansprechen. Zum einen sind die Ideen aller bisherigen Gesellschaften Ideen der Herrschenden (Marx & Engels. Manifest 1848), zum Anderen bezeichneten die westlichen Kolonialisten die westliche Kultur als „Hochkultur“, ohne die Geschichte des barbadischen Christentums, Kolonialismus, Faschismus zu betrachten, die alle Produkte westlicher Herrschaftspolitik sind. Eurozentrismus und Gleichmacherei ist aus kolonialistischen Gedanken von weißen Europäer*innen entstanden. Mit der Entstehung des Postmodernismus in den 1980er Jahren fing ein neuer Diskurs an: Ein Diskurs des Pluralismus, Multikulturalismus und der Vielfältigkeit von Wahrheiten. Im Grunde sollen alle Menschen ihre Freiheit nutzen dürfen und denken wie sie wollen, solange sie nicht die Freiheit von Anderen wegnehmen. Aber man muss zwischen idealer Gesellschaft und Wirklichkeit im Kapitalismus unterscheiden. Kapitalismus ist meiner Meinung nach nichts anders als Modernisierung der Barbarei, Sklaverei, des Feudalismus usw., weswegen es nicht akzeptabel ist, dass die Besitzer*innen (Kapitalist*innen und Staaten) der modernen Sklave*innen (Arbeiter*innen) von Vielfältigkeit sprechen.
Weiterhin sollen alle Menschen die Grundrechte von Menschen akzeptieren Diese Grundrechte sind Gleichheit, Gleichberechtigung, Freiheit, auch in sexuellen Beziehungen in der Familie oder außerhalb der Familie, Kinderrechte, Frauenrechte, Rechte der allen Minderheiten (Queer, ethnischen Minderheiten, religiöse wie atheistische Minderheiten usw.), aber wie ich auch in der Einleitung schrieb, dürfen die Rechte von Menschen nicht mit ihren Ideologien verwechselt werden. Die Rechte von Anderen zu berücksichtigen bedeutet nicht, die unmenschlichen Ideologien von Mehrheit oder Minderheit zu respektieren. Schließlich möchte ich darauf hinweisen, dass weder westliche Kultur noch orientalische Kultur die Rechte der Menschheit und insbesondere der Minderheiten schützen, solange sie von kapitalistischen Ideologien beeinflusst sind.
Wenn ich von Kultur spreche, spreche ich von der Kultur der Herrschenden oder allgemeiner Kultur, die in jeder Gesellschaft als „Hochkultur“ bezeichnet wird. Dabei dürfen wir nicht vergessen, dass neben dieser Kultur immer andere Kulturen existieren, die nicht die Kultur der Herrschenden akzeptieren (revolutionäre Kultur).
Außerdem möchte ich anmerken, dass die Bourgeoisie im Westen, mit industrieller Revolution, Aufklärung, der französischen Revolution und vielen anderen Formen des Widerstandes, gezwungen wurde, revolutionär gegen Feudalismus zu sein, sonst hätte sie keine Chance gehabt, den Feudalismus zu überwinden. (Vgl. Marx & Engels. Manifest. Kapitel 3. 1848 Online aufrufbar)
Zurück zum Thema Multikulturalismus: Wir leben heute in einer Welt, in der Nationalstaaten nicht mehr notwendig sind, in der die Globalisierung Vielfältigkeit automatisch mit sich brachte, in der „ein Staat mit einer Nation“ witzig klingt, in der die Industrie auf der ganzen Welt nach billigen Arbeitskräften sucht, in der die imperialistischen Staaten andere Länder terrorisieren, um ihre Interessen zu verwirklichen, in der 62 Menschen 50 Prozent des ökonomischen Kapitals von der ganzen Welt haben und der Rest der Bevölkerung mit den anderen 50 Prozent leben muss. Wir leben in einer Welt, in der es für staatlichen Terrorismus keine Grenzen gibt. Wir leben in einer globalen Gesellschaft, in der Kapital in der Lage ist, die ganze Welt zu zerstören , um mehr Profit zu machen. In dieser Welt sind Nationalismus und Nationalstaat eine Illusion. Vielfältigkeit ist Realität, aber Multikulturalismus ist keine Lösung. Multikulturalismus blockiert vor allem jede Art der Kritik an Kultur, kapitalistischer Produktionsweise, staatlicher Unterdrückung und jeder Form des barbarischen Umgangs mit Menschen. Multikulturalismus legitimiert alle Formen des Lebens, des Denkens, des Verhaltens und des Umgangs mit Menschen. Multikulturalismus reproduziert immer wieder barbarische Gedanken unter den Namen des Pluralismus, der Akzeptanz der Anderen, Vielfältigkeit der Wahrheiten usw. Diese relativistische Einstellung ist meiner Meinung nach immens gefährlich und hat nichts mit dem Recht von Menschen zu tun. Hier fehlt leider der Platz, alle Argumentationen mit Statistiken zu beweisen, aber niemand darf vergessen, dass die Staaten und die Regierungen, die damals in den 1980er/90er Jahren vom Multikulturalismus begeistert waren, heute eine nach der anderen ihre Position ändern Deswegen kann es uns nicht überraschen, dass die deutsche Bundeskanzlerin Merkel sagt, der Multikulturalismus in Deutschland sei gescheitert!

4. Fazit
Weder Marxist*innen noch Konservative haben eine richtige Vorstellung vom Multikulturalismus, weswegen dieses Thema sehr schwierig zu bearbeiten ist, aber wenn Multikulturalismus als emanzipatorische Ideologie gesehen wird und damit Rassismus, Isolation und Assimilation bekämpft werden soll, muss ich leider sagen, dass der Multikulturalismus selbst diese Bewegungen reproduzieren kann. Menschenrechte müssen von allen Menschen akzeptiert werden, wobei es nicht ausschließlich um Immigrant*innen und Minderheiten geht. Es geht um die allgemeinen Rechte der Menschen, unabhängig von ihrer Kultur. Multikulturalismus und alle bürgerlichen Vorstellungen sowie die Realpolitik weltweit stehen gegen die universellen Rechte des Menschen und solange Ungleichheit, staatliche Kontrolle, Gewaltmonopol und moderne Barbarei (Kapitalismus) existieren, kann weder Multikulturalismus noch jede andere bürgerliche Ideologie die Emanzipation des Menschen erreichen. Rassismus, Faschismus, Diskriminierung, Isolation, Assimilation sind eng mit Kapitalismus und ökonomischer Ungleichheit verbunden und die meisten Menschen, die diskriminiert, assimiliert und isoliert werden oder von Rassismus betroffen sind, gehören zum ärmsten Teil der Bevölkerung. Die Frage der Diskriminierung von Menschen, insbesondere von Immigrant*innen und Angehörigen von Minderheiten, ist vordergründig eine ökonomische Frage. Es geht hierbei weniger um Rasse, Hautfarbe und Religion, wobei auch ihre Rolle in diesem Mechanismus gesehen werden muss.
Die reiche Immigrant*innen werden weltweit wenige diskriminiert als arme heimlich*innen
Multikulturalismus klingt sehr schön, wenn man keine kritische Vorstellung demgegenüber und gegenüber der Welt hat. Wenn man aber die Geschichte der bürgerlichen Wellen betrachten will und kritisch gegenüber alle Themen und staatlichen Maßnahmen umgehen will, versteht man, dass der Multikulturalismus eine bürgerliche Weltanschauung gegen kritische Bewegungen und Theorien ist. Multikulturalismus ist auf eine idealistische oberflächliche Art und Weise entstanden, auf der die „Moderne“ nicht mehr zu akzeptieren ist. Multikulturalismus ist eine Wende, die mit Postmodernismus stark verbunden ist. Die Schriften von Michel Foucault und Jack Derrida spielten eine sehr große Rolle in dieser Wende in den 1980er/90er Jahren. Diejenigen die der Multikulturalismus vertreten versuchen von „falschen Argumentation zum korrekten Ergebnis“ kommen. Es ist einfach zu erklären, dass der Kapitalismus mit dem Krieg, mit der Ausbeutung des Menschen, mit Waffenindustrie und mit Reproduzierung der Fremdenfeindlichkeit über Medien, Bildungssystem usw., über Globalisierung, Umweltverschmutzung und Grenzziehung für geflüchtete Menschen weltweit Rechte von Menschen zerstört. Die Regierungen und Staaten, die selber in Kriege sowie die in Ausbeutung der Welt und Menschheit involviert sind, dürfen Sprache nicht ausnutzen, indem sie von Menschenrechten sprechen und Multikulturalismus als emanzipatorische Ideologie betrachten. Die „Nation“ ist ein flacher Begriff, die Rasse existiert nicht. Nation ist mit der Entstehung des Nationalstaats entwickelt wurden. Dir „Rasse“ und Hautfarbe sind Algebra der Geographie, die Religion von Menschen wurde von der Familie geerbt. Es kann nur eine Lösung geben und das ist Kritik aller unmenschlichen Bewegungen und Ideologien einhergehend mit der Emanzipation der Menschheit durch die Zerschlagung des Kapitalismus und die Beseitigung jeder Form der Diskriminierung, sowohl kultureller, als auch ökonomischer, politischer und anderer.

Hassan Maarfi-Pour
5. Literaturverzeichnis
Engels, Fridrich & Marx, Karl: Manifest der kommunistischen Partei, 1848 online aufrufbar http://gutenberg.spiegel.de/…/manifest-der-kommunistische…/3
Engels, Friedrich: Enges an Joseph Bloch in Königsberg. 21. September 1890. In: MEW (Karl Marx Friedrich Engels Werke ) 37. Institut für Marxismus-Leninismus beim ZK der SED, Dietz Verlag, Berlin, 1967. Online aufrufbar http://www.mlwerke.de/me/me37/me37_462.htm
Fritz Haug, Wolfgang: Kulturelle Unterscheidung. In: Das Argument 2011.
InkriT 2012 (Institut für kritische Theorie): Historisch-kritisches Wörterbuch des Marxismus 8/1. 2012.
Marx, Karl: Zur Kritik der Hegelschen Rechtsphilosophie, 1843. Online aufrufbar http://mlwerke.de/me/me01/me01_378.htm
Marx, Karl: Zur Kritik der politischen Ökonomie. In: MEW 23, 1861. Institut für Marxismus-Leninismus beim ZK der SED, Dietz Verlag, Berlin, 1967. Online aufrufbar http://mlwerke.de/me/me13/me13_003.htm
Schlicht, Burghard: Was ist Aufklörung? Die neue Debatte über Multikulti und den Weg zur politischen Freiheit, 2007. Online aufrufbar http://www.3sat.de/page/…

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