Die Entstehung des IS und der Widerstand in den kurdischen Gebieten

Eine kurze Zusammenfassung des Inputes von mir
Die Entstehung des IS und der Widerstand in den kurdischen Gebieten

Häufig wird die Frage gestellt wie der IS entstanden ist. Es gibt genügend Dokumente und Analysen, die beweisen, dass die CIA und USA ihre schmutzigen Finger in der Gründung des IS hatten. Das Problem ist, dass die bürgerlichen Parteien und Analytiker*innen aus Lüge Wahrheit und aus Wahrheit Lüge machen. In einer ungerechten Welt ist es nach Auffassung der Verbrecher*innen kriminell, die Wahrheit zu sagen, aber wir werden weder unsere Haltung und unsere Positionen für „Brot“ aufgeben noch bürgerliche Betrachtungen vertreten und akzeptieren. Aus diesem Grund versuchen wir die Wahrheit zu beleuchten und mindestens einen Teil der Wahrheit aufzuzeigen.
Die Entstehung des islamischen Terrorismus und terroristischer Staaten lässt sich nicht in einem kurzen Text interpretieren. Wir versuchen, die aktuelle Situation und die Realpolitik im Irak und in Syrien im Kontext der weltweiten Spaltungen zu betrachten und zu zeigen, inwiefern imperialistische Mächte ihre politische und ökonomische Hegemonie über Parteien vor Ort vertreten lassen, inwieweit die imperialistische Hegemonie mittels Parteien vor Ort ausgeübt wird.
Islamisten waren immer eng mit dem Westen verbündet. Al-Qaida, Taliban, Wahhabiten, der Iran, der IS und andere wurden häufig vom Westen unterstützt. Durch den Sturz der Saddam-Regierung im Irak und durch die USA kamen Schiiten, die umfassend vom Iran unterstützt wurden und werden, an die Macht, was für die USA unerwartet und inakzeptabel war. Die Sunniten wurden für die USA die besten Freunde, ihre diskriminierte Situation wurde als Vorwand genutzt für den Zusammenschluss mit diesen im Kampf gegen den schiitischen Staat mächtigen Gruppen. Die USA machten immer wieder den gleichen Fehler: „Die Feinde meiner Feinde sind meine Freunde“. Die USA verloren den Krieg im Irak, weil in der Region die iranische Regierung weitaus mehr Macht hatte als die USA.
Der IS konnte mit einigen Hundert Soldaten die zweitgrößte Stadt im Irak (Mosul) besetzen. Von den ungefähr einer Million (930.000) Soldaten im Irak und nur 15.000 Soldaten in Mosul waren nur sehr wenige Soldaten in der Lage sich zu verteidigen. Im Nordirak (irakisches Kurdistan) gibt es 280.000 sogenannte Peshmarga (Melische). Die Hauptpartei in Kurdistan (PDK Barzani) hat sofort auf die Entstehung des IS als eine „positiven“ Drück reagiert und gesagt, dass sie jede Gruppe, die nicht Kurdistan angreifen will unterstützen wollen, wenn sie Al-Malki stürzen. Sie haben dem IS Medienzugang verschafft.
Im Nordsyrien (Rojava) wurde eine bewaffnete Bewegung von PKK und PYD organisiert. Diese wurden von Barzani und der kurdischen „Autonomie“ boykottiert. Als Barzani Soldaten Kirkuk angegriffen haben, hat der IS angefangen, kurdische Gebieten, besonders Yeziden und sehr besonders Yezidinnen, anzugreifen und in Sinjar und Makhmour, wo die meisten Yezid*innen leben, wurden hundert Menschen von IS ermordet, festgenommen und die Frauen als Sklavinnen für 100 Dollar verkauft. 6000 Soldaten von Barzani haben Sinjar verlassen und sind abgehauen und bis die PKK nach Sinjar kommen konnte, wurden hunderte Menschen geopfert.
Der Konflikt zwischen PKK und andere kurdischen Parteien ist sowohl strategisch als auch ideologisch und taktisch. Barzani ist auf der Seite des Sultan Erdogans und Saudi-Arabiens, der NATO und Katar. Die PKK kämpfte seit Jahren gegen die Türkei und wurden immer wieder als Terroristen von der Nato und dem Westen bezeichnet. Die PKK arbeitet teilweise mit dem Iran zusammen oder zumindest haben sie kein Problem mit dem Iran. Dennoch darf nicht vergessen werden, dass ohne die PKK tausende Menschen vom IS ermordet worden wären, ohne die PKK hätte Rojava nie entstehen können und ohne die PKK wäre die Dunkelheit im Nahen Osten noch einmal tausendfach dunkler. Das bedeutet nicht, dass wir PKK ideologisch unterstützen müssen und sie nicht kritisieren. In der PKK gibt es immer noch viele steinzeitliche Formen des Verhaltens. Es gibt in ihr immer noch einen starken kurdischen Nationalismus, den man auch als rassistisch bezeichnen kann und in der PKK gelten sexuelle Beziehungen und Liebe als „illegal“ und sind verboten.
Der Film, den wir zeigen, ist ein französischer Dokumentarfilm, welcher persisch untertitelt wurde. Natürlich sprechen die Menschen vor Ort aber kurdisch. Dieser Film zeigt unter anderem, wie die PKK die Blockaden des IS durchbrochen hat und wie sie dort die Menschen organisierte. Zu Beginn wollen wir ausführlich über die Situation sprechen, danach wird der Film gezeigt und am Ende wird es eine Diskussion über den Input und den Film geben.

Hassan Maarfi Pour

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